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Veranstaltungen Schlüchtern

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Tageslosung

Zeige deinen Knechten deine Werke und deine Herrlichkeit ihren Kindern.
Seht die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel kostbarer als sie?

 

 

Weichenstellung für die Zukunft
Kreissynode verabschiedet u. a. Erprobungsgesetz für den Kirchenkreis Kinzigtal
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Die Kreissynode stimmte mehrheitlich für die Erprobungssatzung des Kirchenkreises Kinzigtal.

Die Erprobungssatzung des zukünftigen „Kirchenkreises Kinzigtal“, die Kategorisierung von Kirchen, das Amt von Schulpfarrern, eine Jugendarbeiterstelle, der Dekansbericht und ein Antrag an die Landessynode standen auf der umfangreichen Tagesordnung der jüngsten Kreissynode. Dazu kamen 59 Synodale ins Dorfgemeinschaftshaus in Schlüchtern-Breitenbach.

 

Dekan Wilhelm Hammann stellte den Synodalen die vom Kirchenkreisvorstand erarbeitete „Erprobungssatzung“ für den zukünftigen Kirchenkreis Kinzigtal vor. Die Zusammenlegung der jetzigen Kirchenkreise Gelnhausen und Schlüchtern erfordern quantitative und räumliche Reduzierungen. Die Zahl von jetzt rund 180 Kreissynodalen solle auf rund 100 Synodale, - Geistliche und Laienmitglieder -, zukünftig reduziert werden. Mitglieder sollen sein: Dekan/in, Pfarrer/innen, die ein Gemeindepfarramt verwalten (wobei Gemeinden mit mehr als 4000 Gemeindemitgliedern mit zwei Pfarrern vertreten sind. Dazu gehören momentan Schlüchtern und die Christusgemeinde Sinntal), ein Diakoniepfarrer/in, zwei Pfarrer/innen mit einer Kirchenkreis- oder landeskirchlichen Stelle, so aus Schulpfarramt, Kurseelsorge-, Klinikpfarramt, Laienmitglieder, die Mitglieder der Landessynode, sowie sechs vom Kirchenkreisvorstand berufenen Mitgliedern. Der zukünftige Kirchenkreisvorstand soll sich aus sieben Mitgliedern zusammensetzen.

Die Satzung, welche zum 1.Janaur 2020 in Kraft treten soll, wurde vom Gremium mehrheitlich beschlossen.

Die detailliert in komplexem Verfahren erarbeitete Kategorisierung von Kirchen im Kirchenkreis stellte René Leipold vom Kirchenkreisamt vor. Hintergrund sind die sinkenden Mitgliederzahlen, sowie prognostizierte rückläufige Finanzmittel, sowie Bemühungen weiterhin als zuverlässiger Partner für die Menschen in den Gemeinden da zu sein. Die Sparquote von 25 Prozent soll so auch im Baubereich umgesetzt werden. Kriterien zur Kategorisierung sind nicht qualitativer Art, sondern beurteilen Zustand, Symbolwert, Nutzung, Zukunftsentwicklung und Einzugsgebiet. Danach ergaben sich zwei überregionale (Stadtkirche Schlüchtern, Reinhardskirche Steinau), 14 regionale und 14 lokale Kirchen. Die Kategorisierung soll am 1.Janaur 2019 in Kraft treten. Ihr wurde mit 10 Enthaltungen vom Gremium zugestimmt.

Dekan Wilhelm Hammann berichtete über Stellenbesetzungen und Veranstaltungen im Kirchenkreis. Die halbe Stelle für Kinder- und Jugendarbeit konnte leider nicht wieder besetzt werden. Ein großer Verlust sei der plötzliche Tod der Bezirkskantorin Karin Dannenmaier, für die er um ein Gedenk-Gebet bat. Die Stelle sei neu ausgeschrieben worden.

Kreisjugendpfarrerin Daniela Gleim stellte anlässlich der Kreissynode die Konzeption für die Evangelische Jugendarbeit im zukünftigen Kirchenkreis vor. Ziel sei das möglichst flächendeckende Angebot von Jugendarbeit. Neu zu beantragen sei eine Stelle für Jugendarbeit mit räumlicher Anbindung an die Kirchengemeinde Salmünster-Bad Soden. Aufgabenschwerpunkt soll mit der Wiederbesetzung der Stelle des Jugendbildungsreferenten im Raum Wächtersbach sein. Dem stimmte das Gremium zu.

Weitere Orte mit bisheriger Jugendarbeit bleiben erhalten. Räumliche Schwerpunktsetzung ergibt sich daraus in den bevölkerungsreichen Gebieten und Schulstandorten des Kirchenkreises.

Mehrheitlich stimmte das Kirchenparlament einer Beschlussvorlage an die Landessynode zu, zur Bewilligung von Budgetmitteln für mindestens einer Stelle für die kommenden zwei Jahre zur Verstärkung der diakonischen Arbeit mit Flüchtlingen für die unabhängige Flüchtlingsberatung in der Region. Die Förderung der bisherigen Stelle läuft Ende 2019 aus.

Begrüßt vom Europäischen Friedensgeläut, fokussierte Pfarrerin Daniela Gleim den „Frieden“ zu Beginn der Kreissynode in ihrer Andacht. Frieden bedeute, man solle sich vertragen, so hätten Schüler es geäußert. Sich vertragen, ohne sich lieben oder hassen zu müssen, in gegenseitiger Toleranz miteinander zu sprechen, darum ginge es.

Nach der Begrüßung durch Präses Jürgen Schmitt, griff auch Bürgermeister Matthias Möller das Thema „Frieden“ auf. „Viele Probleme auch in Schlüchtern können wir nur gemeinsam lösen“ und mit gegenseitigem Respekt, betonte Möller, so beispielsweise die Vermarktung der Kirchenmusikalischen Fortbildungsstätte, einem besonderen Merkmal der Stadt, oder die Friedhofsverwaltung.

 

Text: Gabriele Engelbert

Foto: Fredy F. Henning